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Wie kommen die Löcher in den Käse?
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Mittwoch, 05 April 2006
(djd/pt). "Wie kommen die Löcher in den Käse?" Stellen Kinder diese Frage, geraten Eltern schon mal ins Schwitzen. Die Antwort ist schnell gegeben: Das Geheimnis liegt in der Käsereifung. Zu Beginn der Käseherstellung werden der Milch Labenzyme und speziell gezüchtete Bakterien beigefügt. Diese sorgen dafür, dass sich der feste Teil der Milch, der Käsebruch, vom flüssigen Teil, der Molke, trennt. Aus dem Käsebruch entstehen je nach Art und Länge der anschließenden Reifung die unterschiedlichen Käsesorten. Allein in Deutschland gibt es weit über 150 verschiedene.

Große Löcher, kleine Löcher?
In Deutschland gibt es weit über 150 verschiedene Käsesorten.
Foto: djd/Informationsbüro Deutscher Käse


Die zugesetzten Bakterien bauen während der Reifung Milchzucker und Milchsäure ab. Dabei entsteht das Gas Kohlendioxid. Da das Gas nicht durch den Teig und die Rinde entweichen kann, sammelt es sich in unterschiedlich großen Hohlräumen in der Käsemasse an. Dies sind die Löcher im Käse.
Ob der Käse später große Löcher hat wie der Allgäuer Emmentaler oder kleine wie der deutsche Gouda, hängt von der Art und der Menge der Bakterien sowie der Festigkeit des Teigs ab. Die Löcher entstehen je nach Sorte in verschiedenen Phasen des Reifeprozesses. Beim Allgäuer Emmentaler beispielsweise bilden sich die großen Löcher während der längeren Reifungszeit. Der Käse muss mindestens drei Monate gelagert werden, bis er seinen typischen Geschmack entfaltet. So schmeckt er allen Dreikäsehochs besonders gut.

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